19. Türchen

Ein Weihnachtsgedicht von Jochen Klepper

Dieses Gedicht ist erst mal sperrig, ernst und tief. Vielleicht braucht es auch noch einen zweiten Anlauf. Aber ich bin überzeugt, der lohnt sich. Vielleicht in einer stillen Stunde bei Kerzenlicht und mit einer Tasse duftendem heißem Tee? – Geboren werden konnte noch jede/r, aber sterben und auferweckt werden, für uns, das ist das Einzigartige an unserem Heiland! Gesegnete Weihnachten!

Mein Gott, dein hohes Fest des Lichtes
hat stets die Leidenden gemeint.
Und wer die Schrecken des Gerichtes
nicht als der Schuldigste beweint,
dem blieb dein Stern noch tiefverhüllt
und deine Weihnacht unerfüllt.

Die ersten Zeugen, die du suchtest,
erschienen aller Hoffnung bar.
Voll Angst, als ob du ihnen fluchtest,
und elend war die Hirtenschar.
Den Ärmsten auf verlassenem Feld
gabst du die Botschaft an die Welt.

Die Feier ward zu bunt und heiter,
mit der die Welt dein Fest begeht.
Mach uns doch für die Nacht bereiter,
in der dein Stern am Himmel steht.
Und über deiner Krippe schon
zeig uns dein Kreuz, du Menschensohn.

Herr, daß wir dich so nennen können,
präg unseren Herzen heißer ein.
Wenn unsere Feste jäh zerrönnen,
muß jeder Tag noch Christtag sein.
Wir preisen dich in Schmerz, Schuld, Not
und loben dich bei Wein und Brot.

Jochen Klepper

Ein Beitrag von Pfr. Matthias Forchheim, Bezirksjugendpfarrer in Niedersachsen-Ost

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