4. Türchen

Vom Professor für Praktische Theologie an unser Lutherischen Theologischen Hochschule, Christoph Barnbrock, stammt dieser Beitrag. Und darin spricht er auch ganz praktische Probleme an…

Zeitverschiebung

Wer von einer Fernreise aus zu Hause anruft, kann Überraschungen erleben. Da liegt man mittags bei schönstem Sonnenschein am Pool und will gerade mal Bescheid sagen, wie es so geht: Und der andere in der Leitung macht einen reichlich verschlafenen Eindruck. Ach, Mist, die Zeitverschiebung! Zu Hause ist es ja erst 4 Uhr morgens.

Advent hat auch etwas mit Zeitverschiebung zu tun. Ich stehe auf, gehe zur Schule, in die Vorlesung oder zur Arbeit, dann ist irgendwann endlich freie Zeit. Und am nächsten Tag geht’s wieder los. Alltag eben. Wer mitten im Alltag mit Gott in Kontakt kommt, kann Überraschungen erleben. Denn bei Gott tickt die Zeit anders. Zeitverschiebung eben.

Bei ihm ist nicht langweiliger Alltag, sondern spannende Ankunftszeit. Die Uhren gehen bei Gott vor. Jesus Christus ist schon unterwegs. Das heißt nicht, dass ich alles, was ich zu tun hätte, stehen und liegen lassen könnte. Ich kann und soll noch fertigstellen, womit ich beschäftigt bin. Aber es lohnt sich, schon einmal Ausschau zu halten. Gottes Zeit ist vorgerückt. Jesus Christus kommt.

Wer länger im Ausland unterwegs ist, lernt es, mit der Zeitverschiebung umzugehen. Und mancher rechnet dann mit etwas Übung die Zeitdifferenz gleich schon mit ein, wenn er zum Handy greift. Die Adventszeit bietet uns die Möglichkeit, uns ebenfalls aufs Neue einzuüben in das Leben mit der Zeitverschiebung Gottes – damit zu rechnen, dass Gottes Uhren anders gehen. Bei uns mag noch Alltagszeit sein – bei Gott ist schon Ankunftszeit. Er kommt zu uns – und nimmt uns mit zu seinem großen Fest.

Anstehende Veranstaltungen

  1. JuMiG Westland

    September 25 @ 19:00 - September 27 @ 12:00
  2. Ostival

    Oktober 2 - Oktober 4

Externe Links