14. Türchen

Der heutige Beitrag stammt von Mathias Hohls aus der Gemeinde Oberursel.

Herr der Ringe, Narnia, Star Wars, Harry Potter, Shawshank Redemtption, The Green Mile, Juda ben Hur, Superman, Batman, fantastische Tierwesen…eine Liste, die ich vielfach erweitern könnte. Das sind alles Geschichten in Buch- oder Filmformat, die sehr beliebt sind und auf verschiedene Art und Weise ergreifend sind.
Aber warum haben diese Geschichten die Macht uns so zu ergreifen, dass man gerne abends in dieser Winterzeit bei Kaminlicht vor dem Fernsehr für drei bis vier Stunden hockt und in eine ganz andere Welt einsteigt? Warum sind wir so von Geschichten fasziniert, die 1. von übernatürliche Wesen handeln, 2. über Unsterblichkeit reden, 3. über Liebe, die nicht zerbricht und enttäuscht, 4. an dem Heldenhaften-Selbstopfernden festhalten, wo das Gute gegen das Böse siegt.
J.R.R. Tolkien hat bekanntlich in einem Gespräch zu C.S.Lewis, – der bis dahin noch Agnostiker war – , gesagt, diese Sachen seien so, weil wir als Menschen für diese Realitäten geschaffen wurden, wie Wasser für Enten geschaffen wurde. Allerdings ist uns jeden Tag eine ganz andere Realität vor Augen gemalt, eine Welt, die gar nicht übernatürlich wirkt, in der Menschen jeden Tag sterben und Liebe immer wieder enttäuscht wird, in der bei so viel Egoismus das Heldenhafte verdunkelt. Dennoch haben diese Geschichten, die wie so gerne schauen, die Macht, in uns das tiefe Gefühl zu wecken, dass es nicht so sein sollte. Die Welt läuft nicht so, wie sie laufen sollte.
Dazu hat Lewis den bekannten Einwand gegeben: Ja, aber diese Legenden und Geschichten sind nicht wahr, auch wenn sie wie durch Silber gehaucht wurden.
Tolkien erwiderte bekanntlich: Doch, lies mal die Bibel und das Leben Jesu, da hast du Alles, was in diesen Geschichten die Grundthemen sind.
Jesu Kommen in unsere Welt, sein Sterben und Auferstehen stehen genau für das, wovon die großen Geschichten erzählen. Jesus lehrt und zeigt uns, dass es diese übernatürliche Welt wirklich gibt, dass seine Liebe zu uns unzerbrüchlich ist, dass der Tod und das Böse heldenhaft besiegt wurde und nicht ewig sein wird.

Aber auch bei uns in der lutherischen Kirche gibt es einen großen Schatz von Balladen, die wie „Narnia, Harry Potter oder Herr der Ringe, unseren Gottesdienst bereichern. Die Balladen sind der große Schatz an Gesängen, den wir im ELKG haben. Gesungene „Storys“, wenn man so will. Wenn ihr ein abenteuerliches Experiment in dieser Adventszeit machen wollt: Lest einen Adventsgesang aus dem ELKG jeden Tag und denkt während des Lesens an Herr der Ringe, Narnia oder eure Lieblingsgeschichte und überlegt, wie sich die großen Themen dieser Geschichten im Gesang wiederfinden lassen. Das gibt einen neuen Blick auf unseren Gottesdienst und ist zugleich eine Vorbereitung auf „The Return of the King“: Unseren König Jesus Christus.

Anstehende Veranstaltungen

  1. Ostival

    Oktober 2 - Oktober 4
  2. SüJuTa

    Oktober 2 - Oktober 4

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